Vom mittelalterlichen Zons zum römischen Kastell Haus Bürgel

Unterwegs mit dem Förderverein Historischer Park Deutz e.V.

Eine Exkursion – zwei Ziele:
Vom mittelalterlichen Zons zum römischen Kastell Haus Bürgel

Unsere Ziele sind dieses Mal der historische Stadtkern von Zons (ehemals Feste Zons) und das spätrömische Kastell Haus Bürgel auf der rechten Rheinseite.

Die im Mittelalter stark befestigte Stadt Zons wird erstmals im 7. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Große Teile der mittelalterlichen Befestigung sind bis heute erhalten und prägen das Stadtbild von Zons. Archäologische Funde aus der Zeit des 7. Jahrhunderts deuten bereits auf eine Siedlung der Merowingerzeit hin, deren genaue Lage bisher jedoch noch unklar ist. Bis Ende des 14. Jahrhundert lagen die Stadt Zons und die mittelalterliche „Burg Bürgel“ (fränkischer Königshof) in direkter Nachbarschaft auf der linken Rheinseite. Noch bis 1803 diente eine dem heiligen Maternus geweihte Kirche aus dem 9. Jahrhundert, die in der Mitte des Hofes von Haus Bürgel stand, als erste Pfarrkirche der Gemeinde Zons. In Folge einer gewaltigen Überschwemmung zum Jahreswechsel 1373/1374 wurde der Lauf des Rheins dann allerdings so veränderte, dass Haus Bürgel und  Zons durch den Rhein getrennt wurden und Haus Bürgel heute im Rechtsrheinischen zu finden ist. Schon im Mittelalter war bekannt, dass die damalige „Burg Bürgel“ auf den Funda­menten einer spätrömischen Militäranlage erbaut wurde. Doch erst Ende des 20. Jahrhunderts brachten archä­ologi­sche Ausgrabungen Aufschluss über die Geschichte und die Funktion von Haus Bürgel in der Römerzeit.

Das erste Ziel unserer Exkursion wird also der mittelalterliche Stadtkern von Zons sein. Hier erwartet uns eine etwa zweistündige Führung und gegen 13.00 Uhr ein gemeinsames Mittagessen. Anschließend werden wir mit der Autofähre von Zons über den Rhein setzen. Auf einem rund zwei Kilometer langen Weg geht es durch die landschaftlich reizvolle Urdenbacher Kämpe zum ehemaligen Römerkastell Haus Bürgel. Nach einem geführten Besuch des Römermuseums und genügend Zeit, um auf eigene Faust die nä­here Umgebung zu erkunden, werden wir am Nachmittag dann bei Kaffee und Kuchen gemeinsam unsere Eindrücke verarbeiten und teilen können.

Was: Exkursion „Von Zons zum Römerkastell Haus Bürgel“
Wann:
  Sonntag, 18. September 2016 – 9.00 bis ca. 19.00 Uhr NEUER TERMIN!
Wie:  Busfahrt bis Zons, Autofähre ins Rechtsrheinische, Busfahrt nach Köln.
Preis (inkl. Busfahrt, Führungen, Mittagessen, Kaffee & Kuchen):  49,-  €  p.P.
Anmeldung: bis 20.08.2016: mit dem beigefügten PDF-Formular

Der gesamte Veranstaltungshinweis und die Anmeldung können Sie unter nachfolgendem Link als PDF herunterladen:

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Der FHPD informiert – Rückblick auf das zweite Halbjahr 2015

Die ersten Wochen des Jahres 2016 liegen bereits hinter uns. Höchste Zeit noch einmal kurz inne zu halten und den Blick zurück auf die vergangenen Monate zu werfen. Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, was wir an Aktivitäten auf die Beine stellen konnten und wie diese dann von unseren Mitgliedern und Besuchern aufgenommen wurden.

Teileröffnung Rheinboulevard
Anfang Juli 2015 erhielt der FHPD überraschend und als einziger Deutzer Verein eine Einladung des Oberbürgermeisters zur Teileröffnung des Rheinboulevards. Diese Einladung haben wir natürlich gerne wahrgenommen und waren dort mit einer großen Abordnung vertreten. Oberbürgermeister Roters nannte damals in einem Gespräch mit Thomas-Georg Tremblau den FHPD einen Verein mit kritischem aber durchaus konstruktivem Dialog.
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Stadtteil- & Sommerfeste / Tag des offenen Denkmals
Nach der Teilnahme am Deutzer Familien- & Stadtteilfest der IG Deutz mit einem Info- & Spielestand im Sommer, sowie dem Besuch des Brückenfestes der Düxer Clowns und des Sommerfestes des Caritas Altenzentrums St. Heribert starteten wir im Spätsommer unser Herbstprogramm mit der Teilnahme am Tag des offenen Denkmals in Kooperation mit dem Caritas-Altenzentrum.

 

Die Besucher konnten in einer Familienführung sowie in zwei Themenführungen Geschichte zum Anfassen erleben und u.a. die ehemalige Klosterkirche Alt St. Heribert und die historischen Gewölbekeller der alten Abtei besichtigen.

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Ärchäologie im Rheinboulevard – Eine Änderung im Konzept der Stadt Köln
Am 15. September verkündete die Stadt Köln in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit, dass nun doch mehr an Archäologie im Rheinboulevard gezeigt wird, als noch im Frühjahr 2015 geplant war. Als FHPD fanden wir im neuen Konzept einen großen Teil unsere Forderungen wieder und begrüßten diese überraschende Entwicklung. Aus heutiger Sicht müssen wir allerdings wieder Fragen aufwerfen, die am Vorgehen der Stadt in Bezug auf den Umgang mit Archäologie und Geschichte im Rheinboulevard zweifeln lassen. So ist hier Einiges doch kritisch zu betrachten, unter Anderem der Abriss des Deutzer Kürassier Denkmals, bei dem uns eine Rückkehr mehr als fraglich erscheint.
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Dankeschön-Grillfest des FHPD
Weiter ging es im Oktober mit einem Dankeschön-Grillfest für unsere aktiven Mitglieder, Freunde und Unterstützer. In einem kurzen Grußwort übermittelte Bürgermeister Hans-Werner Bartsch den Dank des Oberbürgermeisters Jürgen Roters für das außergewöhnliche bürgerschaftliche Engagement des Fördervereins.
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Exkursion des FHPD zu den Römern in der Eifel
Am 27. September hieß es dann: „Wanderschuhe geschnürt und auf in die Eifel!“. Bei einer ausgezeichneten Exkursion in den Archäologischen Landschaftspark Nettersheim konnten die Teilnehmer nicht nur die Natur genießen, sondern auch etwas über die Römer in der Eifel lernen. Wichtig für den Verein war dabei auch sich über Möglichkeiten der Informationsvermittlung zu informieren, denn das wird ja in Zukunft auch für den FHPD in Deutz ein Thema sein.
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Mitgliederversammlung 2016
Im November fand die jährliche Mitgliederversammlung statt, bei der Gabriele Schink von den Mitgliedern als Schriftführerin bestätigt wurde. Neu in den Vorstand rückte Margot Hoffmann als zweite Vorsitzende. Sie ersetzt Rolf Lüttgen, der das Amt leider aus persönlichen Gründen aufgeben musste. An dieser Stelle wollen wir es natürlich nicht versäumen Herrn Lüttgen für seine geleistete Arbeit noch einmal herzlich zu danken.

Von Weihnachtsbäumen und beleuchteten Toren
Und dann kam schon die Advents- und Weihnachtszeit. Diese läutete der FHPD mit dem Aufstellen eines Weihnachtsbaumes am Osttor und einer kleinen vorweihnachtlichen Feierstunde ein. Nach einem offenen Adventssingen im Caritas Altenzentrums St. Heribert wurden die Besucher20151128_171616_w-burichter_2 durch ein Bläser Ensemble der evangelischen Kirchengemeinde Deutz/Poll vor die Tore des Altenzentrums gelockt. Von dort gab es bei Gebäck und Glühwein einen hervorragenden Blick auf den 6 Meter hohen Weihnachtsbaum, der durch Bürgermeister Hans-Werner Bartsch und unseren Vorsitzenden Thomas-Georg Tremblau zum Leuchten gebracht wurde. Dazu spielten wieder die Bläser der evangelischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Daniel Konrad. Toni Buhz vom Heimatverein Alt-Köln trug anschließend und zur Freude aller Besucher weihnachtlich-kölsche Verzällcher vor. Als besonderer Höhepunkt erstrahlten dann erstmals zum Ende dieser Veranstaltung die neuen Strahler am Osttor, die zukünftig die Reste des ehemaligen Tors des spätrömischen Kastells Divitia in besonderem Licht erscheinen lassen werden. Diese Beleuchtungsanlage ist Bestandteil einer Schenkung an die Stadt Köln, die der FHPD 2015 anlässlich des Deuter Kastellfestes der Stadt überreichen konnte und die durch Spenden finanziert wurde.

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Nikolausfeier nicht nur für Kinder
Nach dieser vorweihnachtlichen Auftaktveranstaltung war dann als letzte Veranstaltung in 2015 die Nikolausfeier des FHPD ein runder Abschluss eines ereignisreichen Jahres. Im Rahmen des lebendigen Adventskalenders von Deutz-Dialog übernahm der FHPD auch in diesem Jahr wieder die Ausrichtung einer kleinen Nikolausfeier in den historischen Gewölbekellern. Bei Gebäck, Punsch und Glühwein konnten große und kleine Kinder der Ankunft des Nikolaus entgegenfiebern. Ein musikalisches Rahmenprogramm mit gemeinsamem Liedersingen führte zum Höhepunkt des Nachmittags und Margot Hoffmann erzählte aus dem Leben des Heiligen Nikolaus von Myra. In leuchtende Augen konnte man sehen, als schließlich der Nikolaus kam und kleine Geschenke an die Kinder verteilte.dsc08487

Aktuelles & Termine

An dieser Stelle finden Sie unsere aktuellen Mitteilungen und Terminankündigungen.

Nikolausfeier des FHPD

Die Nikolausfeier des FHPD – nicht nur für Kinder !

nikolaus-2015Am Samstag, den 05.12.2015 findet dann als zweite Veranstaltung des FHPD und als Teil des Lebendigen Adventskalenders von Deutz-Dialog von 15.00 bis 17.00 Uhr in den historischen Gewölbekellern der Alten Abtei St. Heribert (Heute Caritas-Altenzentrum St. Heribert) statt.

Bereits 2014 organisierte Deutz-Dialog den ersten lebendigen Adventskalender in Deutz. Es war eine wirklich tolle und überaus erfolgreiche Aktion von und für alle Deutzerinnen und Deutzer.

Eine rund vierwöchige Aktion mit unterschiedlichsten Veranstaltungen, bei denen gemeinschaftliches Leben und Erleben im Mittelpunkt standen.

Wegen der großen positiven Resonanz auf diese Aktion wird es auch in diesem Jahr wieder einen lebendigen Adventskalender in Deutz geben.

Da sind wir dann natürlich gerne wieder mit dabei, übernehmen das 5. Fenster des Kalenders und laden herzlich ein zur Nikolausfeier des FHPD in die historischen Gewölbekeller der ehemaligen Abtei St. Heribert. Hier werden wir gemeinsam bei Glühwein, Kinderpunsch, Gebäck und vorweihnachtlicher Stimmung auf den Besuch des Nikolaus warten.

Wir haben bereits seine Zusage dass er kommen wird und allen Kindern bis 10 und ab 80 Jahren ein kleines Geschenk mitbringen wird. Daher sind Anmeldungen Zu dieser Nikolausfeier auch unbedingt erforderlich!

Was:
Wann:
Wo:
Anmeldung:
Nikolausfeier des FHPD
Samstag, 05. Dezember 2015 – 15.00 Uhr
CAZ St. Heribert, Urbanstraße 1, 50679 Köln-Deutz
Bitte bis 28.11.2015 schriftlich oder per Email an den FHPD

Mit dem FHPD in den Advent

Am Samstag, den 28.11.2015 erstrahlt am römischen Osttor, in der Parkanlage „Am Deutzer Kastell“, auch in diesem Jahr wieder ein Weihnachtsbaum des FHPD.

advent-2015Bei vorweihnachtlichen Klängen und einem adventlichen Rahmenprogramm mit Glühwein und Gebäck aus der Küche des Carits-Altenzentrums St. Heribert, werden der Vorstand und Mitglieder des FHPD, gemeinsam mit dem Kölner Bürgermeister Hans-Werner Bartsch am Samstag vor dem 1. Advent um 16.00 Uhr den Weihnachtsbaum des FHPD am römischen Osttor in Deutz erstrahlen lassen.

Aber nicht nur der Weihnachtsbaum des FHPD wird an diesem Tag dieses spätantike Denkmal in vorweihnachtlichem Licht erstrahlen lassen. Auch das Osttor selbst wird dann zum ersten Mal von 4 neuen Scheinwerfern angestrahlt werden, die der FHPD mit Spenden finanziert hat und der Stadt Köln als Schenkung übertragen wird.

Bereits ab 15.00 Uhr laden der FHPD und das Altenzentrum St. Heribert auch in diesem Jahr wieder zu einem offenen Singen ins Foyer des Altenzentrums ein. Am Klavier begleitet Daniel Konrad, Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Deutz/Poll, Gäste und Bewohner zu alten und neuen Adventsliedern.

Außerdem dürfen wir uns auch auf stimmungsvolle Beiträge des Heimatvereins Alt-Köln und der Griechisch-Orthodoxen-Kirchengemeinde „Kimisis“ freuen.

Wann:
Wo:
28.11.2015 – Samstag vor dem 1. Advent um 16.00 Uhr
am römischen Osttor in Deutz

EILMELDUNG!!! Sensationelle Kehrtwende!

Jetzt doch … !
Die Deutzer Bodenschätze werden sichtbar & erlebbar
in den neuen Rheinboulevard integriert!

Für Dienstag, den 15. Sptember 2015 hatten die Planer des Rheinboulevards und das Römisch-Germanische Museum zu einer Pressekonferenz eingeladen. Thema der PK war: „Spektakuläre Funde unter dem Rheinboulevard“.

Dr. Marcus Trier, Leiter des Römisch-Germanischen Museums und der Kölner Bodendenkmalpflege, sprach in einem einleitenden Vortrag über die große historische Bedeutung des Ortes im eingetragenen Bodendenkmal „Kastell Divitia“ und betonte erneut, dass es sich hier um die Keimzelle von Deutz bzw. vom rechtsrheinischen Köln handelt.

Im weiteren Verlauf stellte er gemeinsam mit Dr. Joachim Bauer vom Grünflächenamt der Stadt Köln dann die Funde vor, die zukünftig in den südlichen Teil des Rheinboulevards sichtbar und erlebbar integriert werden sollen. Hierzu zählen neben der bereits eingeplanten Eisenbahndrehscheibe und der Bahndammmauer des ehemaligen Bahnhofs „Deutz-Schiffsbrücke“ aus dem 19. Jahrhundert, dem s.g. Schinkenkessel (römischer Eckturm bzw. preussischer Festungsturm) und der Oberfläche des mittelalterlichen Wehrturms der Grafen von Berg nun auch:

– die Reste des römischen Westtores (Kastell Divitia)
– der nördliche Zwischenturm des Kastells
– Alt St. Urban, die erste mittelalterliche Pfarrkirche von Deutz.

Dr. Bauer ergänzte diese Vorstellung dann noch mit dem interessanten Hinweis: „Das Ganze ist eine Bereicherung für den Rheinboulevard und kommt dem von den Bürgern geforderten historischen Park schon recht nahe. Die aktuellen Pläne sind dieser Mail als PDF angehängt. Sie zeigen deutlich, dass sich hier nun doch etwa 80% der Ideen und Vorstellungen des FHPD zur Integration der „Deutzer Bodenschätze“ in den neuen Rheinboulevard wiederfinden.

Die Beurteilung, ob und in wie weit diese Umplanungen auch auf die Aktivitäten des FHPD zurückzuführen sind, überlassen wir anderen. Allerdings erreichen uns seit Bekanntwerden dieser neuen Ausführungspläne viele Glückwünsche mit anerkennenden Worten zur Arbeit des FHPD. Wir jedenfalls sind begeistert und begrüßen diese Kehrtwende sehr, selbst wenn hier nicht von allen Seiten von einer „Kehrtwende“ gesprochen wird. So betonte Dr. Trier als Chef der Kölner Bodendenkmalpflege in einer Stellungnahme gegenüber dem FHPD, dass „… das Römisch-Germanische Museum im gesamten Abwägungsprozess, der bis in die Jahre 2008/9 zurück zu verfolgen ist, immer in offener Abwägung auf den möglichen Erhalt und die Integration der damals noch nicht freigelegten Befunde hingewiesen hat.

Allerdings sind wir der Auffassung, dass hier durchaus von einer Kehrtwendung in Bezug auf die zukünftige Gestaltung des Rheinboulevards, unter verstärkter Berücksichtigung der Archäologie, gesprochen werden kann. Vergleicht man nämlich das, was am 15.09.2015 durch Herrn Dr. Trier und Herrn Dr. Bauer vorgestellt wurde mit dem, was bis dahin für diesen Bereich geplant war, ist das schon eine gewaltige Veränderung, die einer Kehrtwende gleichzusetzen ist. Hier wird, und das begrüßen wir ausdrücklich, der historischen Bedeutung des Ortes mit seiner wertvollen und überraschend gut erhaltenen Archäologie in nun angemessener Weise entsprochen. Und das nicht zuletzt aufgrund der Intervention der Verantwortlichen der Bodendenkmalpflege aus Köln und Düsseldorf! Dazu gratulieren wir ganz besonders und sagen hierfür gerne die volle Unterstützung des FHPD zu.

 

Zur PDF der aktuellen Ausführungspläne der Stadt Köln

Tag des offenen Denkmals

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Die Gewölbekeller der im Jahre 1002 durch den Kölner Erzbischof Heribert gegründeten Abtei Deutz zeigen römische, mittelalterliche und neuzeitliche Mauern und Gewölbe der mehr als 1700-jährigen Geschichte von Deutz und befinden sich im eingetragenen Bodendenkmal Kastells Divitia. Dieses spätrömische Kastell war die Keimzelle des rechtsrheinischen Köln.

Erbaut zwischen 310 und 315 n.Chr. als Brückenkopfkastell, diente es dem Schutz der etwa gleichzeitig von den Römern errichteten Rheinbrücke und regelte auf germanischem Gebiet den kontrollierten Zugang ins römische Köln (CCAA). Nach dem Rückzug der Römer, Anfang des 5. Jahrhunderts, übernahmen die Franken das Deutzer Kastell und bauten es zu einer fränkischen Siedlung aus. In Kooperation mit dem CARITAS-Verband Köln, der heute Eigentümerin der alten Abtei St. Heribert ist, führt der FHPD am „Tag des offenen Denkmals 2015“ durch die Keller und informiert über die spannende Geschichte von Deutz, dem zweitältesten Teil der Kölner Innenstadt und über die Pläne für einen Historischen Park Deutz.

Führungen:

Kinderführungen:

Anmeldung:

Treffpunkt:

Samstag, 12.09. und Sonntag, 13.09.2015, jeweils um 15.00 Uhr.

Samstag, 12.09. und Sonntag, 13.09.2015, jeweils um 17.00 Uhr.

Erforderlich bis 10.09.2015 per Email unter fhpd@arcor.de Maximal 25 Personen je Führung

Am Deutzer Kastell, Haupteingang des Caritas-Seniorenzentrums

Der FHPD informiert Juli 2015

Das erste Halbjahr 2015 haben wir nun ja in recht rasantem Tempo hinter uns gebracht, die erste Hälfte der Sommerferien liegt auch schon wieder hinter uns und unsere Planungen für unser Programm des zweiten Halbjahres laufen auf Hochtoren. Aber was war bisher in diesem Jahr?

Neujahrsempfang im OASIS

Unser Neujahrsempfang, der in diesem Jahr dankenswerter Weise von unseren Mitgliedern Rolf Lüttgen und dem Restaurant OASIS finanziert wurde und der am 16.01.2015 erstmalig im OASIS stattfinden konnte, war recht gut besucht und sicher auch wieder ein voller Erfolg. Durch viele interessante Gäste und einer Reihe guter Gespräche gewinnt diese Veranstaltung in und für Deutz, natürlich auch für den FHPD selbst, immer mehr an Bedeutung.
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Der FHPD im Deutzer Dienstagszug

Auch durch unsere erneute und wieder ausgesprochen erfolgreiche Teilnahme als Geschichts- und Kulturverein im Deutzer Dienstagszug ist unsere Bedeutung im und für‘s Veedel sicher wieder ein gutes Stück gewachsen. Mit einer großen Fußgruppe und dem Vorstand der IG Deutz auf dem Festwagen konnten wir wieder überzeugen und zum zweiten Mal in Folge den 1. Platz in der Gruppe der Vereine belegen. Das macht ein wenig stolz.   Mer hatte evver och widder vill Spaß an d‘r Freud !
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Das 5. Deutzer Kastellfest 2015
Aber stolz können wir ruhig auch auf unsere Erfolge beim 5. Deutzer Kastellfest sein. Mit über 60 Teilnehmern aus 16 verschiedenen Gruppen und Vereinen, mit einem breiten Mitmach-Angebot für alle Besucher, einem bunten und unterhaltsamen Bühnenprogramm und rund 6.000 Besuchern an beiden Tagen, konnten wir dieses Geschichts-, Kultur- & Veedelsfest auf die Beine stellen, das in Köln sicher seines Gleichen sucht. So jedenfalls urteilten viele Besucher und nicht zuletzt Bürgermeister Hans-Werner Bartsch und der 1. Landesrat Reiner Limbach als stellvertretender Direktor des LVR. Das allerdings war nur möglich mit einem starken Orga-Team, vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern und natürlich auch unseren Spendern und Sponsoren, ohne die ein solches Kastellfest nicht zu realisieren ist. Daher an dieser Stelle einmal ganz herzlichen Dank an alle, die das 5. Deutzer Kastellfest ermöglicht haben. Ein weiterer Erfolg ist sicher auch, dass wir das Kastellfest 2015 mit einer schwarzen Zahl abschließen konnten.
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Veränderungen im Vorstand

Nach dem bedauerlichen Rückzug von Dirk Dellhofen aus der aktiven Vereinsarbeit und seinem Rücktritt als Schriftführer im Vorstand des FHPD wurde Frau Gabriele Schink durch den Vorstand als Schriftführerin kooptiert. Der Vorstand bedankt sich ganz herzlich bei Dirk Dellhofen und seiner Familie für ihren Einsatz und die geleistete Vereinsarbeit der vergangenen Jahre und wünscht der ganzen Familie für die Zukunft alles Gute.

Was war sonst noch ?

Das erste Halbjahr 2015 war auch sonst für den FHPD recht ereignisreich. Mit diversen Führungen und einer Vortragsveranstaltung mit dem Kunsthistoriker Christoph Kühn konnten wir wieder auf Deutzer Geschichte und Archäologie aufmerksam machen und somit auf unser Thema, den Historischen Park Deutz als einen Teil des zukünftigen UNESCO-Welterbes „Niedergermanischer Limes“.

Wir waren dabei, als am 13. Juli 2015 die Ufertreppe des Rheinboulevards durch Oberbürgermeister Jürgen Roters eröffnet wurde. Roters nannte dabei in einem Gespräch den FHPD „ … einen Verein mit kritischem aber durchaus konstruktivem Dialog.“ (!)
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Besonders begeistert sind wir aber über aktuelle Informationen aus zuständigen Stellen der Stadtverwaltung. Nach diesen können wir jetzt davon ausgehen, dass im südlichen Bereich des Boulevards, der Schnittmenge von Rheinboulevard und Historischer Park Deutz, nun doch mehr der Deutzer Archäologie erhalten bleibt und zukünftig auch zu sehen sein wird, als ursprünglich einmal geplant war. Dazu gehören neben dem Unterbau der Eisenbahn-Drehscheibe und dem Reiterdenkmal nun auch die nicht unerheblichen Reste des Kastells Divitia und die mächtigen Grundmauern der ersten mittelalterlichen Deutzer Pfarrkirche Alt St. Urban. Die inzwischen
von verschiedensten Seiten gehörte Meinung, diese neue Entwicklung sei letztlich auch auf die vielen Aktivitäten des FHPD zurückzuführen, lassen wir hier erst einmal unkommentiert.
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Die intensiven Grabungen der Archäologen des Römisch-Germanischen Museums gehen auf jeden Fall erst einmal weiter und die Befunde bleiben erhalten. Mit der endgültigen Fertigstellung des Rheinboulevards wird dann wohl erst im Frühjahr 2016 zu rechnen sein.

Die Patenschaften des FHPD

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Vor nun gut zwei Jahren hat der FHPD als erster Kölner Verein die Patenschaft über die Reste der östlichen Toranlage des spätrömischen Kastells Divitia in Köln-Deutz übernommen, einem in die Kölner Denkmalliste eingetragenen Bodendenkmal. Wenige Monate später dann auch über die angrenzenden, parkähnlichen Grünanlagen „Am Deutzer Kastell“. Die offizielle Namensgebung „Am Deutzer Kastell“ ist auf eine Initiative des FHPD zurückzuführen und gilt seit einer entsprechenden Beschlussfassung durch die Mitglieder der Bezirksvertretung Innenstadt/Deutz.

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Mindestens einmal wöchentlich pflegen, gestalten und reinigen Mitglieder unserer „AG Grün am Osttor“ ehren-amtlich das Denkmal und die angrenzenden Grünanlagen. Wie für viele andere Aktivitäten des Vereins kann der FHPD auch hier am Osttor immer wieder Unterstützung in Form helfender Hände gebrauchen. Wer fühlt sich angesprochen?

Und was kommt noch ?

Für das 2. Halbjahr 2015 stehen jetzt noch folgende Termine an:

17. Deutzer Familien- & Stadtteilfest am 08. und 09. August 2015
Hierfür suchen wir noch Unterstützung am Info- & Spielestand

„Ein Resümee“ – Rückblick auf Kastellfest und Deutzer Stadtteilfest am 11.08.2015
Wie war es, was war gut, was sollte man ändern ?

Sommerfest im Caritas-Altenzentrum Alt St. Heribert am 15.08.2015 ab 14.00 Uhr.
Auch hier sollten wir uns sehen lassen – im FHPD-Polo !

„Düxer Bröckefess“ der Düxer Clowns am 28. und 29. August 2015
Für die „Drüber und Drunter Party“ am 28.08.2015 haben wir für 19.00 Uhr einen Tisch bestellt und hoffen auf rege Beteiligung unserer Mitglieder.  Es ist sicher wichtig, dass wir bei unserem jüngsten Mitglied, den Düxer Clowns, zahlreich und im FHPD-Polo vertreten sind !

„Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 13. September 2015
In Kooperation mit dem CAZ-Altenzentrum St. Heribert bietet der FHPD u.a. einige Führungen durch die historischen Gewölbekeller der alten Abtei an. Besonderheit: Kinderführung.

„Dankeschön-Grillfest“ am Samstag, 26. September 2015 – 17.00 Uhr
für alle Aktiven und Freunde des FHPD unter der großen Kastanie am Osttor.
Hierzu wird aber noch gesondert eingeladen.
(Eventuell Terminverlegung auf Samstag, den 03.10.2015)

Ganztages-Exkursion in den Archäologischen Landschaftspark Nettersheim am 27. September 2015
Hierfür erfolgt noch eine gesonderte Einladung. Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen.

Ordentliche Mitgliederversammlung am Donnerstag, 12. November 2015 – 19.00 Uhr
Im Bürgerzentrum Deutz, Tempelstraße 42

Aufstellung und Inbetriebnahme des Weihnachtsbaums am Osttor – 28. November 2015 – 15.00 Uhr
mit Glühwein, Gebäck und vorweihnachtlicher Musik.
Anschließend Adventssingen im CAZ St. Heribert mit Daniel Konrad, Kantor der ev. Kirchengemeinde.

Nikolausfeier in den Gewölbekellern der alten Abtei – Samstag, 05. Dezember 2015 – 17.00 Uhr.
Auch hierfür suchen wir noch Unterstützung und Ideen.

Außerdem wollen wir in den Sommermonaten an jedem Mittwoch zwischen 18.00 und 20.00 Uhr unseren Patenschaften nachkommen und am Osttor ein wenig klar Schiff machen. Das fängt an beim Reinigen des Bodendenkmals und endet beim „Wildkräuter“ zupfen (der Eine oder Andere nennt sie auch Unkraut).

Gemeinsam für Deutz,  gemeinsam für Köln.
Gemeinsam für den Historischen Park Deutz !

Tagesexkursion zum Archäologischen Landschaftspark Nettersheim

Der Archäologische Landschaftspark vor den Toren des romantischen Nettersheim wurde im Mai 2014 eröffnet. Hier, in der idyllischen Eifel, gründeten einst die Römer eine Siedlung an der wichtigen Fernstraße zwischen den Städten Köln und Trier, der Agrippastraße. Heute sind die Spuren dieser römischen Siedlung – vermutlich MARCOMAGUS – im Archäologischen Landschaftspark wieder sichtbar und werden weiterhin ergraben, erforscht und erfahrbar gemacht.

Nach jahrelangen umfangreichen Ausgrabungsarbeiten durch die Archäologen der Universität zu Köln und dank vieler Teilrekonstruktionen an ausgewählten Stellen liegen große Teile der Siedlung an der alten Römerstraße den Besuchern schon heute buchstäblich zu Füßen. Römische Geschichte lässt sich auf einem gut vier Kilometer langen Rundweg zwischen der römischen Siedlung und dem heutigen Nettersheim entdecken. Große und gut verständliche Infotafeln machen diesen Weg zu einer spannenden Reise in die antike Vergangenheit der Eifel zwischen Köln und Trier.

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Von hier aus bauten die Römer übrigens auch ihre rund 100 Kilometer lange Wasserleitung nach Köln.

Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister von Nettersheim und einem einführenden Vortrag im Museum der Gemeinde, werden wir bei einer rund vier Kilometer langen und von Herrn Müller (der uns allen noch vom Kastellfest bekannt sein dürfte) geführten Wanderung feststellen können, wie Archäologie heute erlebbar gemacht werden kann; beispielgebend sicher auch für eine, der Deutzer Geschichte angemessenen Gestaltung des Historischen Park in Deutz!

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Wann:

Sonntag, 27.09.2015 – ca. 8.00 bis 20.00 Uhr

Wie:

Mit der Deutschen Bahn ab Köln-Deutz

Preis:

49,90 € p.P.
(Inkl. Bahnfahrt, geführter Wanderung, Museumsbesuch mit Vortrag,Mittagessen (röm. Spezialitäten) & Kaffeetrinken)

Anmeldung:

Bitte nur mit umseitigem Vordruck per Post, Telefax oder E-Mail bis 20.09.2015 (max. Teilnehmerzahl: 25 Personen) Zum Anmeldeformular: Download

Was:

Tagesexkursion nach Nettersheim / Eifel