Exkursion: Benediktiner und Zisterzienser am Rhein

Exkursion des FHPD nach Bonn, Schwarzrheindorf und Heisterbach zum Thema: Benediktiner und Zisterzienser am Rhein.

Am Sonntag, den 17. September 2017

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1. Schwarzrheindorf, Doppelkirche außen

Mit seiner diesjährigen Exkursion lädt der Förderverein Historischer Park Deutz Mitglieder und Freunde des Vereins dazu ein, im LVR-Landes-museum Bonn, in der romanischen Doppelkirche von Schwarzrheindorf und im Kloster Heisterbach das Mönchtum der Benediktiner und Zisterzienser kennenzulernen.

Vor 900 Jahren – im Jahre 1117 – vollendete Rupertus, der spätere Abt des Benediktinerklosters St. Heribert in Deutz, sein gewaltiges Haupt-werk „De Sancta Trinitate et operibus eius“ (Über die Heilige Dreifaltigkeit und ihre Werke). Rupert verfasste damit die erste Geschichtstheologie seit Augustinus. Den bekanntesten Teil des 42 Bücher umfassenden Werkes bildet Ruperts Kommentar des Propheten Ezechiel. Denn er war die Textgrundlage für die bis heute erhaltenen Deckenmalereien der Doppelkirche St. Maria und St. Clemens, die bis 1151 für das Benediktinerinnen-Kloster in Schwarzrheindorf errichtet wurde.

Klosterkultur im Sinne der benediktinischen Ordensregel vermittelt auch die Ausstellung „Die Zisterzienser – Das Europa der Klöster“ im LVR-Landesmuseum in Bonn. Mit über 200 kostbaren Objekten aus der mittel-alterlichen Blütezeit erzählt die Ausstellung die Erfolgsgeschichte eines außergewöhnlichen Ordens. Die Zisterzienser besannen sich auf die Regel des heiligen Benedikt (um 480-547) – „Bete und arbeite“ – und fanden zu einer tiefen Religiosität, die von vielen Menschen bis heute bewundert wird.

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2. Schwarzrheindorf, Doppelkirche, Chor innen

Unsere Exkursion starten wir mit der Busfahrt von Deutz zur ehemaligen Klosterkirche in Schwarzrheindorf. Hier wird uns unser Freund und Kunsthistoriker Christoph Kühn durch die Doppelkirche führen. Im Anschluss bereiten wir uns bei einem gemeinsamen Mittagessen in Bonn im „Gasthaus Im Stiefel“ auf die Ausstellung im LVR-Landesmuseum vor und fahren nach einer exklusiven Führung durch diese Ausstellung weiter zum ehemaligen Kloster der Zisterzienser-Mönche in Heisterbach.
Auch wenn sich das Leben der Zisterzienser von dem der Benedktiner-Mönche unterscheidet, werden wir unsere Exkursion am Abend doch mit neuen Eindrücken beenden können. Mit Eindrücken und Ideen, wie auch das Klosterleben in der Abtei Deutz einmal ausgesehen haben mag.

Was:
Exkursion des FHPD nach Bonn, Schwarzrheindorf und Heisterbach „Benediktiner und Zisterzienser am Rhein“

Wann:
Sonntag, 17. September 2017 (ca. 09.30 bis 19.00 Uhr)

Wie:
Mit einem Reisebus der Firma Mingels-Reisen ab Köln-Deutz

Referent:
Kunsthistoriker Christoph Kühn, M.A.

Preise:
39,95 € für FHPD-Mitglieder
45,95 € für Nicht-Mitglieder

Verbindliche Anmeldung:
Mit ausgefülltem Anmeldeformular bis 10.09.2017 per Post, Fax oder PDF an die Geschaftsstelle des FHPD.
Das PDF mit dem Veranstaltungshinweis und dem Anmeldevordruck finden Sie hier.


Lizenzhinweise zu den Bildern Doppelkirche Schwarzrheindorf:

1. Schwarzrheindorf, Doppelkirche außen:
Hans Peter Schaefer (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bonn_schwarzrheindorf_doppelkirche_aussen_2.jpg), „Bonn schwarzrheindorf doppelkirche aussen 2“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

2. Schwarzrheindorf, Doppelkirche, Chor innen:
Hawobo (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chor_St._Maria_und_St._Clemens_Schwarzrheindorf.jpg), „Chor St. Maria und St. Clemens Schwarzrheindorf“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/legalcode

Einführung in die römische Küche

Mit dem Historiker und Romanautor Michael Kuhn, M.A.

am Freitag, 03. November 2017 – 19 Uhr
im Constantin-Pub in Köln-Deutz

Schlemmen wie der 51jzOpOZvhL._SX352_BO1,204,203,200_römische Feldherr Lucius Licinius Lucullus, der bekannt war für seine üppigen Gastmahle – oder eher vom notwendigsten Leben, wie einst die Legionäre im Limeskastell Divitia?

Lassen Sie sich inspirieren vom Kochbuch des Apicius oder von den Beispielen der mediterranen Küche von heute, die noch überraschend viele Einflüsse der antiken römischen Küche zeigt.

Auf der Basis überlieferter Rezepte und mit frisch zubereiteten Kostproben zeigt Historiker und Romanautor Michael Kuhn, was mit antiken Zutaten alles möglich ist. Er erläutert historische Entwicklungen, Hintergründe und Zusammenhänge. Insgesamt ergibt sich ein buntes und umfassendes Bild der römischen „Culina“ mit vielen Anregungen und Tipps für die Küche von heute.

Was:
„Einführung in die römische Küche“ – Ein Vortrag am römischen Probier-Buffet

Wann:
Freitag, 03. November 2017 – 19.00 Uhr

Wo:
Constantin-Pub im Hotel SKADA, Constantinstrasse 78, 50679 Köln (Deutz)

Referent:
Michael Kuhn, M.A.

Ticket-Preise:
9,50 EUR für FHPD-Mitglieder
15,00 EUR für NICHT-Mitglieder

Kartenvorverkauf:
FHPD-Geschäftsstelle (Karlstrasse 15)
Constantin-Pub (Constantinstrasse 78)
KölnBuch (Deutzer Freiheit 68)

PDF zum Download

Herbstputz am 23.09.2017

Große Herbstaktion für ein schönes Ambiente am Deutzer Kastell

Herbstputz 2017_Plakate & Flyer

Es wird Zeit, dass wir unser „Patenkind“ das römische Osttor und dessen Umgebung vor dem nahenden Herbst & Winter mal wieder etwas aufhübschen. Dazu benötigen wir viele fleißige Hände. Daher ist jeder, der gerne mit anpacken möchte (egal ob Vereinsmitglied oder einfach nur engagierte Deutzerinnen und Deutzer) herzlich eingeladen uns am 23.09. zu unterstützen.

Saugnapfschild-Geocacher-im-EinsatzWir freuen uns, dass wir auch unsere Freunde von den Geocachern wieder für diese Aktion gewinnen konnten. Sie sind nun zum dritten Mal dabei und somit in den Reigen der kölschen Tradition aufgenommen.

Als kleines Dankeschön laden wir alle Helferinnen und Helfer zu Kaffee und Kuchen in die Gewölbekeller der alten Abtei ein.

Bitte meldet euch / melden Sie sich bei Interesse und für unsere bessere Planung unter info@fhpd.de an.

Wir freuen uns auf Sie / Euch!

Ihr/Euer Vorstand!

19. Deutzer Familien- & Stadtteilfest der IG Deutz

Am 5. und 6. August 2017 findet das 19. Deutzer Familien- und Stadtteilfest statt.

Wie schon in den vergangenen Jahren, so werden wir uns auch in diesem Jahr wieder beim Familien- & Stadtteilfest der IG Deutz mit einem Info- / Spielestand den Besuchern präsentieren.
Da das Stadtteilfest eine gute Gelegenheit ist unsere Vereinsziele und Aufgaben einem breiten Publikum zu zeigen freuen wir uns schon jetzt auf viele Besucher, anregende Gespräche und viele Kinder bei unserem römischen Spiel am Spielestand.

Frühjahrsputz im Historischen Park

Am 29.04.2017 fanden sich etwa 70 Teilnehmer zum großen Frühjahrsputz im Historischen Park Deutz ein.

Wir konnten an diesem schönen Tag das Gelände rund um das ehemalige Benediktinerkloster St. Heribert von Müll und Unrat befreien und eine ganze Menge Unkraut vom eingetragenen Bodendenkmal Kastell Divitia entfernen.  Außerdem wurde eine gute Wagenladung Blumen in die Beete rund um das Osttor und weitere geeignete Stellen gepflanzt. Ein rundum gelungener Tag, der dank der Hilfe durch die Geo-Cacher, die einem CITO-Aufruf (Cache In Trash Out) gefolgt waren, besonders erfolgreich war.

Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen Helfern für Ihren Einsatz!

Im Anschluss nun noch ein paar Impressionen:

 

Öffentliche Führung am 4.3.2017 15 Uhr: Der Historische Park Deutz

Mit teilweise von den Archäologen selbst als sensationell bezeichneten Ergebnissen begleitete das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln seit 2010 die Baumaßnahmen der Stadt Köln zur Neugestaltung des Deutzer Rheinufers im Bereich des eingetragenen Bodendenkmals „Kastell Divitia“ zwischen der Deutzer- und Hohenzollernbrücke. Schon sehr früh waren die Archäologen überrascht aufgrund der Fülle und der Qualität der zutage gebrachten Funde aus 1700 Jahren Deutzer Geschichte. Bekannte Archäologen und anerkannte Historiker meldeten sich zu Wort und in Deutz gründete sich die Bürgerinitiative BID, die sich mit Nachdruck für die Bewahrung und eine erlebbare Präsentation der „Deutzer Bodenschätze“ als Zeugen der Deutzer Geschichte in einem Historischen Park einsetzte. 11 Mitglieder dieser Bürgerinitiative BID gründeten dann am 11.11.2011 den heutigen Förderverein Historischer Park Deutz e.V. (FHPD).

 

Nachdem im Herbst 2013 auch das „Osttor“ des spätrömischen Kastells Divitia, nach Abschluss der Baumaßnahme „maxCologne“, wieder freigelegt wurde, hat der FHPD über dieses wichtige Zeugnis Deutzer Geschichte die offizielle Patenschaft übernommen. Es ist seitdem in der neu gestalteten Grünanlage wieder zugänglich und bildet mit den neuen Funden im Bereich des Rheinboulevards, der alten Benediktinerabtei St. Heribert, der ehemaligen Klosterkirche mit der ersten Grabstätte des Heiligen Heribert und den historischen Gewölbekellern der alten Abtei eine erlebbare Basis für den Historischen Park Deutz und unsere Führungen.

Bei unserer Führung besuchen wir u.a. den archäoligischen Bereich des Rheinboulevards, die ehemalige Abteikirche Alt St. Heribert mit ihrer mittelalterlichen Krypta, das römische Osttor und die historischen Gewölbekeller der alten Abtei. Im Anschluss daran besteht bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit für ergänzende Gespräche, weitere Fragen oder einfach zum zwanglosen Beisammensein und gegenseitigen Kennenlernen.

Die Führung ist ein kostenfreis Angebot des FHPD.
Ein anschließendes Kaffeetrinken (optional) ist zum Preis von 3,50 EUR möglich.

Beginn: 15.00 Uhr (Treffpunt wird mit Anmeldebestätigung bekannt gegeben.)

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.
Eine Anmeldung per Email ist daher unbedingt erforderlich. Nutzen Sie hierzu einfach  unser Kontaktformular oder senden Sie uns eine Email an info@fhpd.de.

Ein Rückblick auf 5 Jahre FHPD

5-jahre-fhpdRückblick des Vorsitzenden Thomas-Georg Tremblau auf 5 Jahre Vereinsarbeit des FHPD anlässlich des Neujahrsempfangs am 20. Januar 2017.

Kölner Stadtgeschichte und Stadtarchäologie fanden in den vergangenen Jahrzenten vorwiegend im Linksrheinischen statt, im Kernbereich des römischen und des mittelalterlichen Köln.

Hier wurden und werden Millionen in die Hand genommen. So entsteht beispielsweise in der Altstadt die Archäologische Zone mit dem Jüdischen Museum, das Ubier-Monument wurde aufwendig modernisiert und präsentiert sich heute ausgesprochen ansprechend den Besuchern, das römische Hafentor wurde erhalten und wird in absehbarer Zeit als Teil des Römisch-Germanischen Museums zugänglich sein und das Baptisterium erscheint ebenfalls in neuem Glanz. Maßnahmen und Projekte die wir natürlich auf jeden Fall begrüßen!

Allerdings könnte man aus Deutzer Sicht annehmen, dass sich Kölner Stadtgeschichte nur im Linksrheinischen zwischen den Ringen und dem Rhein abspielt. Der Brückenschlag über den Rhein ist hier bisher noch nicht wirklich gelungen, obwohl es ein Brückenschlag war, auf den die mehr als 1700-jährige rechtsrheinische Geschichte gründet, ist Deutz doch -durch die Gründung des spätrömischen Kastells Divitia- der zweitälteste Teil der Kölner Innenstadt.

Die Stadt Köln hat in den letzten 6 Jahren für archäologische Untersuchungen, anlässlich der Neugestaltung des Deutzer Rheinufers, zwar Geld in die Hand genommen und es wurden dabei überraschend viele und ausgesprochen gut erhaltene Zeugen dieser 1700-jährigen Vergangenheit ans Tageslicht befördert, die übrigens selbst von Fachleuten als sensationell bezeichnet wurden und die in ihrer Wertigkeit der Archäologischen Zone in der Kölner Altstadt gleichgestellt werden können, aber leider ist davon in dem heute mittlerweile fertiggestellten Deutzer Rheinboulevard nur wenig und wenn dann auch nur in sehr reduzierter Weise zu finden. Das ist sicher nicht auf fehlendes Interesse oder mangelndes Geschichtsbewusstsein der Verantwortlichen zurückzuführen, viel mehr wohl auf die fehlende Bereitschaft hier weitere Gelder aus dem städtischen Haushalt zu investieren. Da halfen dann auch keine Hinweise darauf, dass dieses Areal des eingetragenen Bodendenkmals „Kastell Divitia“ aller Wahrscheinlichkeit nach schon in wenigen Jahren Bestandteil eines neuen UNESCO-Welterbes sein wird. Allerdings soll da in den nächsten 2 Jahren mit Zuschüssen des Landes NRW noch nachgebessert werden.

Als wir vor über 6 Jahren als Bürgerinitiative BID (aus der ja bekanntlich der FHPD hervorgegangen ist) begannen uns für rechtsrheinische Geschichte und Deutzer Archäologie einzusetzen mussten wir feststellen, dass hierzu in weiten Kreisen doch recht großer Informationsbedarf bestand.

Heute allerdings können wir sagen, dass

  • durch intensive Öffentlichkeitsarbeit der letzten Jahre und durch die vielen Angebote des FHPD Deutzer und somit Kölner Stadtgeschichte im Bewusstsein der Öffentlichkeit verstärkt präsent sind,
  • dass Führungen und Vorträge zu den Themen der Deutzer Geschichte angenommen werden und gefragt sind (so beispielsweise zu den Kastellfesten oder zum Tag des offenen Denkmals)
  • oder dass heute in Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung von einem Historischen Park Deutz nicht nur gesprochen wird, sondern seine Realisierung von vielen Seiten auch vorangetrieben wird,
  • dass Geschichte und Archäologie bei der Realisierung des Rheinboulevards über das ursprünglich Geplante hinaus Berücksichtigung gefunden haben,
  • sich der Bereich um das römische Osttor in den letzten Jahren durch die Aktivitäten des FHPD zu einer gepflegten kleinen Parkanlage mit dem Namen „Am Deutzer Kastell“ entwickelt hat und
  • dass Deutz durch die Deutzer Kastellfeste um ein nicht zu unterschätzendes Kultur-Event reicher geworden ist, das mittlerweile weit über die Kölner Stadtgrenzen hinaus Beachtung findet.

Das wird mittlerweile auch von unserer Stadtspitze anerkannt. So hat für unser diesjähriges Kastellfest die Oberbürgermeisterin die Schirmherrschaft übernommen.

Als einen weiteren Beitrag zur Realisierung des Historischen Park Deutz als Teil eines UNESCO-Welterbes sieht der FHPD nun das Projekt „Das Deutzer Kastell Divitia als Diorama“, das anlässlich des Neujahsempfangs der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.