Rückblick: Exkursion nach Zons & Haus Bürgel

18. September 2016

Eine Exkursion – zwei Ziele:
Vom mittelalterlichen Zons zum römischen Kastell Haus Bürgel

Unsere Ziele waren dieses Mal der historische Stadtkern von Zons (ehemals Feste Zons) und das spätrömische Kastell Haus Bürgel auf der rechten Rheinseite.

Die im Mittelalter stark befestigte Stadt Zons wird erstmals im 7. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Große Teile der mittelalterlichen Befestigung sind bis heute erhalten und prägen das Stadtbild von Zons. Archäologische Funde aus der Zeit des 7. Jahrhunderts deuten bereits auf eine Siedlung der Merowingerzeit hin, deren genaue Lage bisher jedoch noch unklar ist. Bis Ende des 14. Jahrhundert lagen die Stadt Zons und die mittelalterliche „Burg Bürgel“ (fränkischer Königshof) in direkter Nachbarschaft auf der linken Rheinseite. Noch bis 1803 diente eine dem heiligen Maternus geweihte Kirche aus dem 9. Jahrhundert, die in der Mitte des Hofes von Haus Bürgel stand, als erste Pfarrkirche der Gemeinde Zons. In Folge einer gewaltigen Überschwemmung zum Jahreswechsel 1373/1374 wurde der Lauf des Rheins dann allerdings so veränderte, dass Haus Bürgel und  Zons durch den Rhein getrennt wurden und Haus Bürgel heute im Rechtsrheinischen zu finden ist. Schon im Mittelalter war bekannt, dass die damalige „Burg Bürgel“ auf den Funda­menten einer spätrömischen Militäranlage erbaut wurde. Doch erst Ende des 20. Jahrhunderts brachten archä­ologi­sche Ausgrabungen Aufschluss über die Geschichte und die Funktion von Haus Bürgel in der Römerzeit.

Das erste Ziel unserer Exkursion war also der mittelalterliche Stadtkern von Zons sein. Hier erwartete uns eine kurzweilige zweistündige Führung durch Zons mit der Gelegenheit auch den Mühlenturm zu besichtigen. Anschließend ging es mit der Autofähre von Zons über den Rhein. Auf einem rund zwei Kilometer langen Weg durch die landschaftlich reizvolle Urdenbacher Kämpe gelangten wir dann schließlich zum ehemaligen Römerkastell Haus Bürgel. Nach einem geführten Besuch durch das Römermuseum konnten wir dann am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen gemeinsam unsere Eindrücke verarbeiten bevor es mit dem Bus zurück nach Köln ging.

 

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